Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von Narren und Weisen". Die evangelische Theologin Luise Müller lüftet in ihren "Gedanken für den Tag" so manche Maske. "Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er in eigener Person spricht. Gib ihm eine Maske, und er sagt die Wahrheit", lautet eine Weisheit des englischen Schriftstellers Oscar Wilde. Masken und Rollen, Narren und Weise, Rio de Janeiro und Venedig, oder einfach einmal aus der Alltagshaut fahren. Nicht nur der Fasching hat viele Gesichter. Die evangelische Theologin Luise Müller lüftet in ihren "Gedanken für den Tag" so manche Maske.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Renate Burtscher. Beethoven name dropping 3: Baron von Waldstein, ein Karnevalskönig aus Rio, ein unechter Barockkomponist und englische Wirtshausmusik. Kann man sich Schöneres ins eigene Stammbuch schreiben als den Gedanken des Geigers Isaac Stern, der einmal bekannte: "In unserer Arbeit als Musiker zählt das, was uns lehrt, miteinander zu leben"?

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Raumfahrtingenieurin Gisela Detrell über Weltraumbotanik. Teil 3: Algen im All. Gestaltung: Lothar Bodingbauer Der Aufenthalt im Weltraum kann wie ein Ausflug sein. Für kurze Ausflüge ist es günstig, Proviant von zuhause mitzunehmen. Bei längeren Ausflügen wird man auch Ressourcen unterwegs nützen. Kürzere Ausflüge - das sind die Aufenthalte auf der internationalen Raumstation ISS, die sich in der Erdumlaufbahn befindet. Längere Aufenthalte sind längere Flüge - zum Mond oder zum Mars. Die Lebenserhaltungssysteme im Raumschiff müssen bei längeren Ausflügen im All nicht nur für Wasser und Sauerstoff sorgen, sondern sie müssen auch Nahrung produzieren. Während Wasser und Sauerstoff durch technische Geräte produziert werden kann, braucht die Bereitstellung von Nahrungsmittel ganz einfach "Leben". Leben ist aber komplex und braucht selbst wieder Lebenserhaltungssysteme: Energie. Licht. Atmosphäre. Was dabei im Raumschiff fehlt, sind Puffer, große Mengen an Umgebungsluft, die Abweichungen vom Idealzustand auffangen können. Die Forschung über Botanik im All beginnt bei den Algen. Sie kommen mit Schwerelosigkeit gut zurecht, können in einer Nährflüssigkeit wachsen, und weisen je nach Art eine ganze Bandbreite an Umgebungsbedingungen auf, in denen sie wachsen können. Sie könnten als Nahrungsmittel dienen. Höhere Pflanzen stellen größere Anforderungen an ihre Umgebung. Beherrscht man die Gestaltung der Lebensbedingungen im Raumschiff, haben Pflanzen auch einen großen Vorteil - sie bieten den Astronautinnen und Astronauten das Gefühl von Leben, um das sie sich kümmern müssen - eine psychologische Komponente. Die Forschungen im Bereich der Weltraumbotanik werden zwar anlassbezogen für die Reise zum Mars gemacht, haben aber vor allem Auswirkungen auf die Produktion von Nahrungsmitteln auf der Erde. Geschlossene Kreisläufe machen Abwässer und Insektengifte obsolet.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der Exzess

Faszinosum und Bedrohung von Grenzüberschreitungen (3). Gestaltung: Thomas Mießgang In Lexika wird der Exzess als "Überschreitung von Grenzen beschrieben", als "Ausschweifung" und als "Maßlosigkeit". Der Exzess verläßt also die statistisch erhobenen gesellschaftlichen Mittelwerte, man könnte auch sagen: das Mittelmaß, um an den extremen Enden der Seinsbedingungen radikale existentielle Möglichkeiten in ihrer Tiefe und Grenzwertigkeit auszuloten. Der Exzess ist ein ständiges Faszinosum, aber auch eine Bedrohung. Viele fürchten und meiden ihn und richten sich in den ´safe houses` umfassend kontrollierter und abgesicherter gesellschaftlicher Umgebungen ein. Andere wiederum werfen sich ihm auf eine Weise in die Arme, dass sie daran zuschanden gehen. Die Liste von Popstars, Schriftstellern, Künstlern, die ihr Leben dem Exzess geopfert haben, ist lang und wird immer noch fortgeschrieben: Jimi Hendrix, Janis Joplin, River Phoenix, Malcolm Lowry, Charlie Parker, Amy Winehouse und so weiter. Charles Baudelaire hat für den exzessiven Gebrauch toxischer Substanzen den Begriff "künstliche Paradiese" geprägt und sie als "Mittel, die Individualität zu steigern" angepriesen. Doch der Exzess ist nicht nur an Künstlermilieus gekoppelt, sondern wird auch in ganz anderen gesellschaftlichen Sektoren angesteuert: Die Rekordsucht im kommerziell ausgerichteten Leistungssport hat dazu geführt, dass Dopingexzesse mittlerweile fast schon achselzuckend als selbstverständliches Begleitrauschen zur Kenntnis genommen werden, die Exzesse eines mehrheitlich deregulierten Finanzkapitalismus haben die globale Ökonomie in Schräglage gebracht. Und wenn der Begriff ein wenig weiter gefasst wird, enthält er auch die Revolution/ den Krieg als Exzess des Politischen, sowie das vor allem seit dem Mittelalter zelebrierte Phänomen des Faschings, bei dem sich eine gesellschaftliche "Umwertung der Werte" vollzieht, und der ´Karnevalismus`, wie er vom russischen Philosophen Michail Bachtin definiert wurde, Autoritäten und Herrschaftspraktiken herausfordert. Der französische Theoretiker Gilles Lipovetsky wiederum spricht im Hinblick auf eine durch Formenexzesse - Hypermarkt, Hypertext, hunderte von Fernsehkanälen, Milliarden von Websites - gekennzeichnete mediale Gegenwart von "Hypermoderne", die häufig den Charakter einer Zivilisationskrise annehme und zu einer extremen Fragilität des Individuums führen könne. Der Exzess ist also, sowohl in seiner historischen und kulturgeschichtlichen Tradition, wie auch in seiner durch Mediatoren wie Club-Dj`s oder InfluencerInnen vermittelten digitalen Gegenwart ein ständiges Ferment gesellschaftspolitischer Entwicklungsprozesse und hat einen janusköpfigen Charakter: In gewisser Weise benötigt das Individuum den Exzess, um seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen auszutesten; erst die Grenzüberschreitung vermittelt die Kenntnis vom eigenen Maß und von den Bedingungen und Grenzen des Existenz. In diesem Sinne darf man sich - cum grano salis - auch heute noch an einer Parole von Charles Baudelaire orientieren: "Berauscht euch!

09.30 Uhr
Radiokolleg - Politik in Zahlen

Die Macht der Statistik (3). Gestaltung: Ilse Huber Zahlen, Daten, Fakten. Seit jeher bilden sie die Basis für Entscheidungen. Doch besonders in Zeiten, wo vieles angezweifelt, hinterfragt und kritisiert wird - Stichwort alternative Fakten - rückt die Herkunft der Daten immer mehr in den Mittelpunkt. Entscheidungsträger/innen, Behörden und Gesundheitswächter berufen sich bei ihren Aktivitäten auf solides Zahlenmaterial. Ob es sich um die Anzahl der Einwohner, die Rate der Arbeitslosigkeit, den Bildungsgrad der Gesellschaft oder um die Luftgütewerte, den CO2 Ausstoß oder die Unfallstatistik handelt- beinahe alles wird erhoben. Aus welchen Quellen kommen die Daten? Stammen sie aus Umfragen- bei welcher Genauigkeit? Liegt die Luftgüte-Messstelle neben einem Verschmutzungs-Verursacher oder weitab davon? Abhängig vom Auftraggeber kann ein und dieselbe Studie unterschiedlich interpretiert werden. Mögen die Zahlen auch dieselben sein, ihre Bewertung unterliegt dem jeweiligen Betrachtungswinkel. Fehlen beim Treibhausgasausstoß womöglich wesentliche Verursacher wie etwa der Flugverkehr? Hat man die Arbeitslosenrate nur auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt? Werden bei der Anzahl der Krankheitsfälle nur ganz spezifische Parameter herangezogen? Die Menge der gesammelten Daten steigt, weil sie als Fundament für Entscheidungen dienen. Zahlen sprechen für sich- es kommt allerdings darauf an, wer sie für welchen Zweck benutzt. Zahlen machen Politik - und mit ihr wächst die Bedeutung der Statistik. Macht Statistik Politik oder ist es umgekehrt? Eine kritische Annäherung von Ilse Huber.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Diva mit vier Saiten

Eine Geschichte der Violine (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz General Dupont, La Pucelle oder King George, so die Namen der drei wertvollsten Violinen der Welt. Nicht selten erreichen Instrumente aus der Werkstatt der Cremoner Geigenbauerfamilien Guaneri und Stradivari bei Auktionen einen Zuschlag in Millionenhöhe. Doch die italienischen Geigenbauer von einst haben das Geheimnis ihres Klangs mit ins Grab genommen. Ein Eldorado tut sich auf - nicht nur für Wissenschafter und Geigenbauer, die heute am perfekten Klang tüfteln, sondern auch für Spekulanten und Händler. Dennoch werden heute Geigen gefertigt, die dem Klang ihrer Vorfahren um nichts nachstehen. Wolfgang Thiele ist einer von 30 Geigenbauern in der bayrischen Metropole München, Julia Maria Pasch aus Wien baut Violinen in einem Raum, wo einst Richard Wagner und Johannes Brahms gemeinsam musizierten, und der Schweizer Forscher Armin Zemp experimentiert mit einem Holzpilz, um eine moderne Geige zu bauen, die sogar den Klang einer Stradivari übertreffen soll. Die wenigen, erhalten gebliebenen Guaneris und Stradivaris befinden sich heute entweder im Besitz privater Sammler oder potenter Institutionen, wie etwa der Österreichischen Nationalbank, die die wertvollen Instrumente an herausragende Musikerpersönlichkeiten verleiht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Stephanie Maderthaner Schon ganz Beethoven! Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violine in Es-Dur op. 12 Nr. 3 (Lambert Orkis, Klavier, Anne Sophie Mutter, Violine) Die Violinsonaten op. 12 stehen noch ganz in der Tradition, im "Bann" von Mozart - und sind doch schon ganz Beethoven. Es waren die ersten, die der Komponist in Wien zum Druck vorlegte. Sie sind von der Form her noch dem späten 18. Jahrhundert verpflichtet. Der junge Beethoven widmete diese Sonaten seinem geschätzten Lehrer Antonio Salieri. Die allgemeine Musikalische Zeitung war von den Violinsonaten op. 12 allerdings weniger angetan. Zu schwierig, zu kopflastig erschienen sie dem Rezensenten; er gab Beethoven den Ratschlag: "Wenn Herr van Beethoven sich nur mehr selbst verleugnen würde und den Gang der Natur einschlagen wollte, so könnte er bey seinem Talente und Fleiße uns sicher recht viel Gutes für sein Instrument liefern, dessen er außerordentlich mächtig zu seyn scheint!" Doch "sich selbst zu verleugnen" war nicht die Art Beethovens - zum Glück!

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das drahtlose Theater". Von Ephraim Kishon. Aus dem Englischen von Friedrich Torberg. Es liest Günther Lieder. Wer sich auf einsamen Autofahrten gerne von einem Hörspiel unterhalten lässt, kann gar nicht ahnen, wie es bei der Produktion zuging, meint Ephraim Kishon in seiner kurzen schwarzen Satire "Das drahtlose Theater". Die Wahrheit sei nämlich: Das laufe grauenhaft ab, seit das Fernsehen das Radio kaltblütig umgebracht habe. Das Budget sei knapp und die Schauspieler, die man noch kriege, seien mittelmäßig und unzuverlässig. Der israelische Schriftsteller mit ungarischen Wurzeln greift den medialen Umbruch seiner Sechzigerjahre mit Scharfblick auf, um ihn in gekonnt Kishon'scher Manier zu überspitzen. In seiner Kurzgeschichte herrschen ungeheure Zustände hinter den Kulissen eines israelischen Radiosenders: Das Putzpersonal steuert die Livemusik bei. Studios sind verschlossen, Bänder werden vertauscht, Schauspieler verschwinden. In der Mitte steht ein Regisseur unter Strom. Schließlich soll das Hörspiel in nur einer Woche auf Sendung gehen - und der Techniker, der die Aufnahme leiten sollte, muss gerade im Nebenstudio als Sprecher einspringen. Gestaltung: Martin Sailer Moderation: Antonia Löffler

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Vier Stimmen, vier Saxophone: ein Quartett aus nahen Verwandten, das sich noch dazu in familiärer Originalität übt. Denn hier wird nicht arrangiert, sondern komponiert: schräg und doch erinnernd, poetisch und energievoll, ironisch und tänzerisch. Sie werden Mühe haben, sitzen zu bleiben! "Phoen" sind vier Musikschaffende: Viola Falb, Christoph Pepe Auer, Arnold Zamarin und Florian Fennes. Wenn "Phoen" zu den vier Saxophonen auch noch Stimme, Marimba und Schlagzeug dazu nimmt, wird das "Phoen Extended".

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

WDR Funkhausorchester Köln; Dirigent und Klavier: Wayne Marshall. George Gershwin: a) Rhapsody Nr. 2 für Klavier und Orchester; b) Improvisation über Themen von George Gershwin (arrangiert von Wayne Marshall); c) Gershwin in Hollywood (Medley, arrangiert von Robert Russell Bennett); d) Porgy and Bess: A Symphonic Picture (aufgenommen am 14. September 2018 im Klaus von Bismarck-Saal im Funkhaus Wallrafplatz, Köln). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Man kann auch schriftlich eine Umarmung spüren Die Salzburger "Kids-Line" Bereits vor zehn Jahren registrierte die Telefonseelsorge Salzburg immer weniger Anrufe von Kindern und Jugendlichen. Trotz anfänglicher Skepsis vieler Beraterinnen und Berater wurde deshalb im Juni 2017 ein Online-Chat eingerichtet, der seither stark nachgefragt wird. So schreiben Kinder etwa in Situationen, in denen Telefonieren gefahrlos unmöglich ist: Wenn ein betrunkener Elternteil in der Nähe ist, zuhause gestritten wird oder sie kurz zuvor Opfer von Gewalt wurden. Erstmals melden sich jetzt bereits Kinder im Volksschulalter die häufig an Einsamkeit leiden. Mit ihnen schreiben die Beraterinnen und Berater beim Zubettgehen gerne Strophen von Schlafliedern hin und her. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Marie-Claire Messinger Moment-Echo: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Müde, gestresst oder doch angesteckt? Warum wir gähnen Tonmeister und Rosi gähnen sich in der Früh so oft gegenseitig an, dass Rudi mit dem Zählen gar nicht mehr nachkommt. Er fragt sich: Wie können die beiden nach so vielen Stunden Schlaf so müde sein? Oder ist ihnen etwa langweilig? Von Ludwig Huber, Forscher an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, lernt Rudi, dass es verschiedene Gründe für das unkontrollierbare Aufreißen des Mundes gibt. Und so viel sei verraten: Gähnen ist rätselhafter, als so manch einer vermuten würde? Ludwig Huber: "Es gibt dieses Phänomen, das du sicher als Hund auch kennst, des ansteckenden Gähnens. Also dass wenn einer gähnt, der andere in der Gruppe das sieht, und auch gähnt. Es geht sogar so weit, dass man zu gähnen beginnt, nur wenn man daran denkt."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Europäisch-afrikanische Facetten: The KutiMangoes, Les Amazones d'Afrique und La Repetition Drei neue Alben, drei unterschiedliche Positionen. Eine der besten Afrojazz/Afrobeat-Bands kommt aktuell aus Kopenhagen, so das Urteil der Presse über The KutiMangoes. Seit ihrer ersten CD "Afro-Fire" (2014) haben die dänischen Instrumentalisten sich einen Ruf als feurige Live-Band erspielt - und treten mit dem dritten Album "Afrotropism" an, ihn zu behaupten. Musik als Transportmittel für sozialen Wandel, vor allem in puncto weiblicher Gleichberechtigung: Mit diesem Konzept und selbstbewusster Attitude haben Les Amazones d'Afrique den Staub im (Afro-)Pop-Geschäft aufgewirbelt. Die malische Starsängerin Oumou Sangaré und der prominente Gast Angélique Kidjo überlassen beim Zweitling "Amazones Power" ihren jungen Kolleginnen die Bühne. Die Verschmelzung von weißer (europäischer) und schwarzer (afrikanischer) Musikwelt findet in Italien statt. Am Absatz des Stiefels, in der Kulturwerkstatt KNOS in Lecce, entstand in gemeinsamen Proben das Orchestra senza confini (Orchester ohne Grenzen) La Repetition von afrikanischen und italienischen Musikschaffenden. Ihr Debütalbum "Mondo!" ist ein Fest der Spiel- und Lebensfreude, mit Instrumenten und Motiven von beiden Seiten des Meers.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Kurstädte als Laboratorium der bürgerlichen Gesellschaft Mit Martin Scheutz, Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Kurstädte gelten als Sonderform von Städten: meist zu klein, zu idyllisch, zu wenig bedeutsam bzw. in ihrer Bedeutsamkeit flackernd, weil den Moden und Konjunkturen der Zeit unterworfen ... Kurorte stellen zwar vordergründig die Pflege und Erhaltung des Körpers in den Vordergrund, doch bedienen diese Luft-, Wasser- und Naturkurorte auch andere Felder: Idylle und Modernität, Betriebsamkeit neben Entspannung und Verinnerlichung stehen sich gegenüber. Kurorte wurden deshalb schon im 18. und 19. Jahrhundert als "Laboratorium der bürgerlichen Gesellschaft" bezeichnet. Kneippkuren versus nächtlich-gesellschaftlicher Betriebsamkeit, Trinkkur und Diäten versus übermäßigem Alkohol- und/oder Zuckergenuss der Konditoreien, reiche Industrielle und bitterarme Stadtbewohner trafen in diesem Städtetypus aufeinander. Kurorte waren aber auch Orte der politischen Auseinandersetzung, des entstehenden Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit. Diese vielfältigen, kontrastreichen Aspekte erscheinen prägend für Kurstädte. Gestaltung: Robert Weichinger

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Panspermie oder wie das Leben auf die Erde gekommen sein könnte Von Jennifer Riegler Wie entstand das Leben auf der Erde? Darüber zerbricht sich die Menschheit schon seit Jahrtausenden die Köpfe. Vermutlich ist es ein galaktischer Einwanderer und kam aus dem All? In Form von organischen Molekülen im Inneren eines Meteoriten beispielsweise. Das behaupten zumindest die Anhänger der so genannten Panspermie-Theorie. Und der wissenschaftliche Mainstream widerspricht seit 40 Jahren. Könnten neue Mars-Missionen oder Sonden, die auf den vereisten Saturnmonden Enceladus und Titan landen sollen, die Panspermie-Theorie testen und die Debatte endgültig beenden?

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Les Arts Florissants, Leitung: Paul Agnew. Carlo Gesualdo: a) Auszüge aus "Primo Libro de' Madrigali a cinque voci"; b) Auszüge aus "Secondo Libro de' Madrigali a cinque voci"; c) Terzo libro de' Madrigali a cinque voci (aufgenommen am 15. Oktober 2019 in der Aula Magna Università La Sapienza, Rom) Die Konzertsaison 2019-'20 markiert das vierzigjährige Bestehen des von William Christie gegründeten Ensembles Les Arts Florissants. Zu den Feierlichkeiten zählen zwei Konzerte in Rom, die der Musik des berühmt-berüchtigten komponierenden Fürsten und Mörders Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613) gewidmet sind. In der EBU-Aufnahme eines Konzertes vom 15.10.2019 leitet der Tenor Paul Agnew Les Arts Florissants bei Werken aus Gesualdos ersten drei Madrigalbüchern, die nach der Flucht des Komponisten aus Süditalien 1594-'95 in Ferrara erschienen sind.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Erkundigungen zur Nichthandlung im hyperaktiven Zeitalter Gestaltung: Michael Reitz Das Warten ist aus der Mode gekommen, sein Ruf ruiniert. In unserer Epoche steigern sich mit hoher Geschwindigkeit die Prozessorleistungen der Computer, Informationen sind in kürzester Zeit zu haben, im wahrsten Sinne des Wortes wird nicht mehr der günstige Augenblick für die Partnerwahl und -suche hoffnungsvoll erwartet, sondern ihm mit digitalen Plattformen nachgeholfen. Lange vor Weihnachten liegen die Lebkuchen in den Regalen der Supermärkte, je nach Kirchenkalender dicht gefolgt von Osterhasen im Januar. Ganze Wirtschaftszweige leben davon, uns die Wartezeiten bei Telefon-Hotlines zu verkürzen. Wir fürchten uns vor dem Warten, kommen nicht auf die Idee, es als Zeit der Muße zu sehen und zu nutzen, indem wir uns warten. Der Wert einer Gesellschaft, einer Ökonomie, eines Unternehmens scheint immer daran gemessen zu werden, wie lange man auf etwas warten muss. Am Warten zeigt sich eine paradoxe Einstellung: man weiß genau, dass man in dieser Zeit keine Bäume ausgerissen oder Weltreiche erobert hätte - und regt sich trotzdem darüber auf. Wo liegen die Vorteile des Wartens? Die plötzliche Chance der Entschleunigung, denn der Wechsel zwischen Warten und Ankommen ist etwas Kostbares. Siegfried Kracauer beschrieb in den 1920er Jahren diesen Zustand in seinem Essay "Die Wartenden". Ihm ging es um die Menschen, die angesichts der völligen Entfremdung in den Industriegesellschaften sich eben nicht in oberflächlichen Ablenkungen verlieren, sondern in einem "zögernden Geöffnetsein" darauf hoffen, einen Sinn in ihrem Leben zu finden. Ein Salzburger Nachtstudio von Michael Reitz

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

"Der Exzess". Faszinosum und Bedrohung von Grenzüberschreitungen (3). Gestaltung: Thomas Mießgang Politik in Zahlen. Die Macht der Statistik (3). Gestaltung: Ilse Huber Diva mit vier Saiten. Eine Geschichte der Violine (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten